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Jo Siska - PortraitJo Siska erhielt von 1977-82 seine Ausbildung zum Tänzer an der John Cranko-Ballettakademie Stuttgart, welche er als Staatlich geprüfter Tänzer abschloss. Danach setzte er das Studium am Victorian Arts College, Melbourne und bei David Howard, New York fort.

Sein erstes Engagement führte ihn zum Scapino-Ballet, Amsterdam, wo er mit Hans van Manen, Rudi van Dantzig und Jiri Kylian arbeitete. Hier verfolgte er weiterhin seine Ambitionen in Choreographie, die er schon in der Ausbildung mehrfach erprobte. Mit seinem Engagement bei Hans Kresnik und dem choreographischen Theater fand eine zehnjährige Symbiose statt, die ihn nahezu alle männlichen Hauptrollen verkörpern ließ.

Gastspiele führten ihn zu allen internationalen Festivals. Der Solo-Abend »Es« setzte den Schlusspunkt an die Zeit im Tanztheater. Parallel zu dieser Zeit entwickelte er weiterhin choreographische Arbeiten. Zunächst mit der Gruppe des choreographischen Theaters Hans Kresnik, mit der er zwei abendfüllende Stücke aufführte, dann mehr und mehr im Schauspiel, Musical und schließlich in der Oper.

Hier traf er zunächst auf Gottfried Pilz, mit dem er ebenfalls zehn Jahre als Choreograph und dann als Co-Regisseur tätig war. Große Chorwerke wie »Moses und Aron«, »Das Buch mit 7 Siegeln« und »Saint Francois d’Assise« prägten diese Jahre. In dieser Zeit begann sein mehrjähriger Aufenthalt in Italien und die Zusammenarbeit mit Denis Krief.

Genannt seien hier weiter Sigrid Andersson, George Tabori und Volker Hesse, für den er Wesentliches leistete, unter anderem »Das Grosse Welttheater« in Einsiedeln.

Darmstadt, Bremen, Lübeck, Essen, München, Leipzig, Dresden, Zürich, Cagliari, Rom sind Stationen. Im Jahre 1999 inszenierte er seine erste Auftragsarbeit am Landestheater in Linz.

Ebenfalls in diesem Jahr wurde er ständiger Gastdozent im Bereich Tanz an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt. Von seinem Lehrer David Howard autorisiert, seine Methode zu unterrichten, übernahm er streckenweise ganz die Trainingsleitung für das choreographische Theater. Das Bremer Tanztheater unter Urs Dietrich verpflichtete ihn als Gastpädagogen.

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